Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club Ortsgruppe Haan

einfach. sicher. radfahren.

Über 200 Radlerinnen demonstrierten für einen sicheren Radweg durch das Neandertal

einfach.sicher.radfahren...im Neandertal
einfach.sicher.radfahren...im Neandertal © NL/ADFC Erkrath

Der vorhandene Fuß-/Radweg im Neandertal zwischen Mettmann und dem Neanderthal Museum ist in einem desolaten Zustand. Vor dem Museum, zwischen Schwarzwaldhaus und dem Parkplatz vor dem Fundort, fehlt ein Radweg völlig.

Unter dem Motte “einfach. sicher. radfahren. … im Neandertal”

rief der ADFC im neanderland daher am Freitag, 18.09. zur Teilnahme an einer Fahrraddemonstration auf.

Über 200 Radlerinnen kamen in bester Stimmung und bei gutem Wetter aus Mettmann, Erkrath und den umliegenden Städten und fuhren gemeinsam von Mettmann-Zentrum bis zum Neanderthal Museum. 

Viele kennen die Situation ja auch aus eigener Erfahrung: die Straße durch das Neandertal ist für viele Radelnde eine wichtige Pendelstrecke zwischen Mettmann und Erkrath und weiter nach Düsseldorf. Gleichzeitig ist es mit dem Neanderthal Museum, der Fundstelle, dem Wildgehege, Restaurants, Minigolf und Spielplatz auch Zielort für Radtouristen. Insbesondere vor dem Museum ist die Situation unübersichtlich und gefährlich.

„Solche Zustände sind für den Kreis und der touristischen Dachmarke ‚neanderland‘ eigentlich eine Schande und gehören schnellstmöglich abgestellt“, so Peter Martin, Redner des ADFC im neanderland auf der Abschlusskundgebung.
„Wir fordern die zügige Umsetzung des Radverkehrskonzeptes des Kreises Mettmann für das Neandertal. Und bis dahin Sofortmaßnahmen zur Verbesserung der Situation, wie z.B. Tempo 30 vor dem Museum aus Verkehrssicherheitsgründen“. Tempo 30 mag für viel e Autofahrende nicht attraktiv sein, aber Verkehrssicherheit gehe vor.

Die Situation im Neandertal ist sinnbildlich für die Situation im gesamten Kreis. Konzepte sind da – die Umsetzung fehlt. Der ADFC vermisst hier auch den Willen bei Politik und Straßenbaulastträgern im Land, im Kreis und den Kommunen. 

„Deshalb sind wir heute hier, auf der Straße. Was jetzt zählt sind keine Worte mehr, sondern konkrete Verbesserungen in der Infrastruktur: jeder Meter neuer, verbreiteter oder sanierter Radweg, jeder Busch oder Hecke, die zurückgeschnitten wurde, jedes Tempo-30 Schild und jedes Fahrradpiktogramm auf der Straße. Darauf kommt es an und das wollen wir sehen!“

Wie es sein soll, haben heute alle Teilnehmenden selbst erfahren können: auf einer völlig intakten und gut dimensionierten Verkehrsfläche zu fahren und durch die Polizei vor Gefährdern geschützt zu werden. Oder kurz: einfach. sicher. radfahren.


https://haan.adfc.de/neuigkeit/einfach-sicher-radfahren-1-1

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